findevogels fundstücke

Grotte de Orgnac

Poesie — geschrieben von findevogel am 30 Jul, 2007 @ 11:22


Engel der Finsternis



Seit Ewigkeiten wachst du mineralisch fest
am Grunde der kühlen Grotte.
Wer kam und ging in all der Zeit?
Im Gestein verbirgt sich dein weiser Blick
aus Flügeln blutet Lebenswasser,
lässt Schönheit wachsen für zukünftige Zeit

Dein Urzeitzeitalter lehrt Staunen
lässt jenseits vom irdischen Dingen
grenzenlos blaue Sphären ahnen

Ein durchscheinendes Kleid
schwingt wie im Tanz - erstarrt
zum stummen Klang von Orgelpfeifen
Bote großmächtiger Götter scheinst du
die abseits vom menschlichen Streben
eisern den Zeitenfluss lenken





Zeit ohne Grenzen

Poesie, Jahreszeitliches — geschrieben von findevogel am 29 Jul, 2007 @ 22:37



Zeit ohne Grenzen

es liegt ein tiefes Grau
über der große Stadt
zwischen den Wolken
tupft Regen Tropfen
auf Stirn, Nase und Hände

vom Nass kosten die Lippen
ein Nachgeschmack von Tränen
liegt auf der Zunge
wenn Füße über Moos stapfen
denke ich an warmes Rot

und schreite zurück
schiebe den Riegel zur Seite
betrete einen Raum:
hinter hohen Fenstern
wachsen Pinien und Thymian

auf rötlichbraunen Steinen
im terracottafarbenen Gebirge
liegt südliches Licht
ich pflücke Rosmarin
zerreibe ihn zwischen den Fingern

eine Eidechse huscht verschreckt
in die mörtellosen Fugen
während Zikaden zirpen
verdunstet der Regen
farbiges Licht verbindet die Zeiten


ich sah den mond, gestern

Poesie — geschrieben von findevogel am 27 Jul, 2007 @ 19:00
am scheckigem abendhimmel
er glich einem menschen
mit kahlem schädel
das ovale gesicht
von trauer gezeichnet
und schmerz
wolkenkissen unter dem haupt
schlaflos
ohne sterne die nacht
wie animus
der seine anima
im schatten verlor

aber bald schon
wird er wieder glänzen
in voller pracht
wer sucht, der findet
nichts geht verloren
zwischen nächtlichen schatten


wenn...

Poesie — geschrieben von findevogel am 25 Jul, 2007 @ 23:16

wenn
wind und sonne auf dem wasser spielen
und
wiegende wellen in sanfte träume leiten
wenn schaumkronen
wie kleine boote licht tragen
dann möchte ich den horizont umarmen
und mit wolken ans ende der welt tanzen



zwischen sekunden ein stiller moment

Zwischen Sekunden ein stiller Moment — geschrieben von findevogel am 23 Jul, 2007 @ 16:21
seit wochen liegt sie auf meinem schreibtisch. ich habe sie immer im blick. seit wochen will ich über das bild schreiben. die postkarte schenkte mir im frühling meine tochter für meinen kartenfundus, ach nein, es war anders: ich tauschte mit ihr: sie bekam lavendelfelder in der provence und ich die ostsee.

das bild ist sanft. im vordergrund leuchtet ein rapsfeld. es bedeckt zwei drittel des bildes und zeichnet eine schräge linie von links unten mitte bis oben rechts obere mitte.
links grenzt ein grüner acker an das sonnige gelb und etwas weiter oben in einer bucht, hat ein segelboot angelegt. ein anderes schwimmt auf dem wasser in der mitte des bildes.
wo das rapsfeld in grün übergeht, steht eine weide in blüte. und im oberen drittel der karte reicht das meer mit gekräuselten wellen und kleinen schaumkronen bis zum horizont. das tiefe graublau der ostsee hebt sich vom blassblau des frühlingshimmels ab.

immer wenn ich diese postkarte anschaue, werde ich ruhig und für einen augenblick erinnere ich den besonderen geruch der lieblichen ostsee und denke an meine erste begegnung mit dem meer. als ich dreizehn war, machte ich urlaub im ferienlager: halbinsel priwall bei travemünde.


Dualseele, Seelengeschwister, Seelengefährten

Fundstücke — geschrieben von findevogel am 22 Jul, 2007 @ 22:34
Das Geheimnis der Dualseelen, Seelengefährten und Seelengeschwister von Sandra Ruzischka

Gestern Abend zu lesen begonnen, heute schon fast durch.

Ich besitze schon einige Bücher zu diesem Thema . Dieses ist ansprechend, sachlich, plausibel und kommt ohne die versüßlichten Begrifflichkeiten aus, die oft in esoterischen Kontexten und deren Publikationen zu finden sind:
interessant, sachlich, informativ.
Im 1. Teil geht es um Grundlegendes über die Seele, der 2. Teil
handelt von den seelischen Beziehungen und im 3.Teil geht es um Methoden zur Klärung und Selbsthilfe bei Problemen mit seelischen Beziehungen (spirituelle Übungen, Visualisierung, Meditation, Erdungsübungen)
Schön auch: im Anhang Gedichte und Lieder, die sich mit dem Dual/Zwillingsseelenthema befassen, ein Glossar, in dem esoterische Begriffe erklärt werden, weiterführende Informationen: Literatur, Musikvorschläge, Adressen über Workshops zum Thema Dualseele, Reiki und Aurareadings

 (weiter)

Lavendelrosen

Poesie — geschrieben von findevogel am 22 Jul, 2007 @ 14:13

Sanft gebettet
ruh ich auf Wolkenkissen
es duftet betörend und frisch
nach Lavendel und Rosen

Über mir ein Dach
blau, wie das Firmament
Mond und Sterne
blinzeln mir zu

Leg dich nieder Schwester
ruhe eine Weile
Hörst du den Wind
im sonnenberührten Schilf

Wie ein Musikant streicht er
über das schillernde Grün
als sei es eine Harfe
hörst du den sanften Klang

Lass uns die Zeit vergessen
und für eine Weile ruh´ n
das Mahl war gut
heimwärts wird der Fluss uns tragen

 (weiter)

Provenzialische Impressionen

Fundstücke — geschrieben von findevogel am 22 Jul, 2007 @ 13:19

rebstock in der provence

 (weiter)

Positive Erinnerungen

Dachstuben und Rumpelkammern, Jahreszeitliches — geschrieben von findevogel am 22 Jul, 2007 @ 00:03
Ich habe eben in alten Mails gestöbert und nach schönen Erinnerungen, die mich aufbauen können gesucht. Dabei fand ich eine Beschreibung über die Provence, die ich einem Freund vor fast genau drei Jahren schickte:

Wenn ich Lavendel höre, erinnere ich mich an die Provence, an die weiten blauen Flächen und an diesen Duft, der wie eine Dunstglocke über der Landschaft liegt, auch wenn der Lavendel schon abgeerntet ist, an die alten Olivenbäume, unter denen roter Mohn wuchert, von denen jeder mir als eine skurrile Gestalt erschien, die eine eigene Geschichte erzählt. Die alten Weinstöcke wirkten ähnlich magisch auf mich. Die Provence mit ihren abgelegenen Dörfern, den schroffen Berghängen mit der Wildkräuterfülle und die Fruchtbarkeit ihrer Täler, die überbordenden Märkte mit ihren verheißungsvollen Gerüchen und die Brunnen unter alten Platanen. Alte Menschen saßen dort miteinander redend im Schatten. Alte Kirchen, Ruinen und Klöster, geheimnisvolle stille Plätze, und über allem diese Geschichtsträchtigkeit.
Die Provence gleicht meiner Seelenlandschaft. Ich habe auch die andere Seite gesehen, die Kargheit, die überlauten Städte und den Reklamerummel, die Überbleibsel der Wegwerfgesellschaft und die tristen Vorstädte.
Trotzdem, eine Leichtigkeit und die Freude am Sein, wo habe ich sie je stärker empfunden?
Ich war schon lange nicht mehr dort, denn im Hochsommer ist es mir zu überfüllt und zu heiß.

Ich halte einen kleinen Bildband in der Hand „Das Fest der Sinne“. Wunderschöne Mohn- und Lavendelbilder sind darin und poetische Zeilen dazu, z.B.:

Das Geheimnis des Lebens liegt in der Suche nach Schönheit“ Oscar Wilde

Die schönsten Augenblicke behalte in Erinnerung. Sie sind der Zauber des Alltags.“
Marthe-Marie Brügge

Poesie ist wie ein Duft, der sich verflüchtigt und dabei in unserer Seele die Essenz der Schönheit zurücklässt.“ Jean Paul



 (weiter)

heute nacht im traum flieg ich

Poetische Kraftpakete — geschrieben von findevogel am 21 Jul, 2007 @ 11:06
und lande sanft auf katzenpfoten
vor einer weißen tür
die ohne schloss und riegel ist
in den gedanken
trennt von dir mich nur
ein langer flur aus licht:

ich trete ein und spüre
ROT
bin ganz umfangen von der Glut
und spring durchs feuer
in
ORANGEne hallen
wo zart
die windbewegten schleier duften
wenn im
GELB
die Sonne pur
auf goldenen weizenähren ruht
wird bald es
GRÜN
und flora schenkt mir maienpracht
als schmuck für deine räume

wenn indisch
BLAU
auf meinen Wegen fließt
pflück´eine sternenblume
und schneid vom himmel
mir ein stück
als hülle für die seele
in
VIOLETTen Räumen
denk ich an flieder
und lavendelfelder
nah der ruinen einer
längst verfall´nen stadt

im füllhorn trag´ich alle farben
und steh nun atemlos
vor deiner weißen tür
sie öffnet sich von geisterhand
ich nehm die schwelle ohne furcht
und
du bist da im lichten raum
mehr als nur ein traum
der morgen schon vergessen ist


licht und schatten

kurz notiert! — geschrieben von findevogel am 19 Jul, 2007 @ 23:23
lichtes Grün


dem sommer entsprungen

Poesie, Jahreszeitliches — geschrieben von findevogel am 19 Jul, 2007 @ 00:05

singt nicht in sommerstimmen schon
der späten stunde herbst ?
das knistern bunter blätter
fallend
und eis auf kahlen zweigen
klirrend
ein hauch von frost
weht über die sekunden
rau, zerbrechlich
überzarte töne

es geht ein atmen durch die welt
und leises weinen hinter wolkenbänken
lässt innehalten und verweilen
wohl trauert schon des sommers reife
um zeit und raum und frühlingstage

und du und ich wie lange noch?

der blauen stunde sternenzauber
und rosenduft verträumter tage
zwischen alten bildern lächelt sanft
ein engelchen aus glanzpapier
erinnerst du dich noch?


in meinen adern flammt der sommer

Poesie, Jahreszeitliches — geschrieben von findevogel am 17 Jul, 2007 @ 23:37
ich bin wohlig müde und satt
von seiner pracht

auf feuchter haut
liegt noch das fächeln des windes, zärtlich - warm
und dieser duft nach grün und blatt und reife
und ruht noch das licht
flirrt letzte sonnenpunkte
aus grünbelaubten bäumen

ich sehe blau
und wolkenschiffe, die segel setzen
eine ganze flotte in voller takelage
schwer beladen gen süden ziehen
nehmt meine sorgen mit - heute
in päckchen gepackt und versteckt
zwischen weihrauch, myrrhe und gold

fliegt zu den wüstenkarawanen
ich träumte in der sommernacht:
von blaugewandeten tuaregs
der saharawind bläst heiß
aber die nacht ist kalt
und die Sterne so groß und fern

gen morgen warten oasen
wo bist du, dessen seele ich liebe
wenn der tag erwacht
ich nektar koste
aus zwillingspokalen
und unter palmen tanze


Sind Worte Gefäße?

Poesie, Vom geschriebenen Wort — geschrieben von findevogel am 14 Jul, 2007 @ 17:31

was
wenn zwischen den Grenzen der Worte
nicht nur Bilder, Düfte, Farben ruhen
sondern dem Dazwischen Energie entströmt
und wie ein Gas sich ausbreitet

wenn gerade das Unsichtbare Fuß fasst
in den Gedanken dessen, der hört, liest und sieht
sich einhakt, hängenbleibt
sind dann Worte nur schützende Gefäße
für das Unaussprechliche, nie Gewagte, Geheime
das zu Findende, der Schlüssel

und Urnen
für begrabene Träume

oder Tabernakel
für das Allerheiligste in uns


Unterwegs heute...

Poesie, Jahreszeitliches, Stadtmosaik — geschrieben von findevogel am 13 Jul, 2007 @ 19:53
Lieben Sie Regen?

Der Sommer kann sich nicht entscheiden
wäre wohl lieber ein Winter geworden:

Vor dem Haus in dem Vorort hinter den S-Bahngleisen
ist der Kirschbaum längst abgeerntet
Unter einer Plastikhülle versteckt sich der Sonnenschirm.
Der alte Mann mit dem langen weißen Haar
sitzt heute nicht mit seiner Zeitung vor der Tür
und schon vermisse ich ihn
auf meinen sich wiederholenden Wegen
Und frage mich....


 (weiter)

zwischen spättagen...2

Poesie — geschrieben von findevogel am 12 Jul, 2007 @ 19:36

wenn veränderung wirkt

und die spannung weicht
zwischen worten und sätzen
nicht mehr irrlichte boten sind
sondern kleine engel und zierliche elfen
und der wind nur noch flüstert
wächst ein lächeln in den bäumen
breitet sich aus
über den stamm in die zweige
verästelt
von herzblatt zu herzblatt
und in der stille des augenblicks
spürst du etwas wie glück
in dir fließen
bis tief in die wurzeln hinein
wie ein seichter strom
der langsam
und gemächlich dem meer zuströmt


meine pelzigen freunde

kurz notiert! — geschrieben von findevogel am 10 Jul, 2007 @ 23:04


meine kanichen beim futtern

Sind sie nicht süß, unsere vier Schönheiten?

 (weiter)

zwischen spättagen...

Poesie — geschrieben von findevogel am 10 Jul, 2007 @ 18:45

es war noch früh
nicht dunkel
als meine lippen warm
die deinen küssten
und wir uns geborgen
in den armen lagen
du sagtest:
"es ist schon finster"

plötzlich

zwischen den spättagen
ein sprödes vollmondlächeln
und immer wind
den deine stimme schickt
der über haut streicht
wie eine feder

in augen lese ich nie
schwimme nur wie ein fisch
in liebenden blicken
als seien es stille seen:

es sind die zwischenräume
in geschliffenen sätzen
aus denen es sickert
überbordend - blutend
als würde die seele ausgehaucht

und scharfe schatten
wie schartige haken
dahinter
die frösteln machen

nicht die sommernacht
mit sternenlicht
und balsamischen düften
lässt mich schaudern

es sind die irrlichte
die als boten kommen


und manchmal ....

Fundstücke, Poesie — geschrieben von findevogel am 9 Jul, 2007 @ 12:22

umschließt das Leben eine dichte Hecke


im Geäst eine Lücke
zum Hinausschauen und Träumen
fern winkt blau das Meer
wie gern möchtest du fliegen
mit den Winden gen Westen
weit über den Heckenrand hinaus
den Möwen folgen
die am Himmel schwarze Zeichen malen
und mit klagenden Rufen
der Sehnsucht Ausdruck verleihen
Aber
du musst noch warten
die gestutzten Flügel tragen nicht

sie werden wachsen
deine Wünsche verdichten
und dich überall hin fliegen
Bald!

@ngie 2003


es war der wind...6

Imaginäre Briefe — geschrieben von findevogel am 8 Jul, 2007 @ 23:18
Guten Abend Flores,

du kennst Leander? Was verbindet dich mit ihm? Durch Zufall fiel der Brief an ihn in meine Hände. Ich stehe vor einem Rätsel. Leander ist ein Reisender durch Raum und Zeit. Er trägt zwei Gesichter. Einst bezeichnete ich ihn als meinen Sohn. Wir waren vertraut miteinander wie Bruder und Schwester. Er erzählte mir von der inneren Unruhe, die ihn von Zeit zu Zeit überfällt und weiter treibt. Im Augenblick jongliert er mit Worten und tingelt durch die Hinterhoflandschaften überfüllter Städte. Ja, er hat etwas Verzehrendes an sich, so als sei er eine Kerze, die an zwei Enden brennt, aber er reißt Menschen mit, begeistert sie. Seine Augen sprühen Funken und er erobert Herzen im Flug. Seine lästernden Lippen spotten gern. Immer sind viele Menschen um ihn herum. Alle paar Monate besucht er mich, denn ich bin sein Hafen und für eine Weile findet er Ruhe. Ein Mädchen - Claire - fragte nach ihm. Ich glaube, sie traf ihn auf einem Rastplatz an der Autobahn nach Paris. Ab und zu lade ich Claire in meine Rosenlaube ein, und wir erzählen einen Tag lang, bis die Nacht herein bricht. Sie sucht ihre beste Freundin Marie, die eines Tages aufgebrochen ist, um die Liebe ihres Lebens zu suchen. Sie verschwand im Dunst eines Spätsommermorgens und hinterließ keine Spuren. Claire formulierte es einmal so: "Marie wurde von der Zeit verschluckt und verirrte sich in ihren inneren Räumen. Claire ist eine ungewöhnliche Frau, hat Visionen, Gesichte und Eingebungen und hält viel von den Träumen. Immer noch hofft sie, Marie zu erreichen und aus ihren inneren Abgründen zu retten.

Sag mir Flores, warum diese Menschen - Leander, Marie, Claire - so rast-und ruhelos sind? Was lässt den einen Teil der Menschen verweilen und den anderen eilen? Manchmal verstehe ich diese Zeit nicht.

Herzlich, Bela von Rosenhaag


Sehnsucht nach dem Finistere

Gedankenstückwerk — geschrieben von findevogel am 8 Jul, 2007 @ 19:59
die Bretagne, das Finistere  mein Ozean

 (weiter)

zwischendurch gedacht 28

Gedankenstückwerk — geschrieben von findevogel am 7 Jul, 2007 @ 18:55
- 7.7.07 -
Ich wünschte mir für diesen besonderen Tag in einem Jahr, in dem die Sieben für mich von besonderer Bedeutung ist, dass es ein gelungener, ein unvergesslicher Tag wird. Immerhin hat er schon damit begonnen, dass etwas geschah, was ich mir heimlich gewünscht habe.

Im Internet gefunden:


“Die sieben ist das Bewegliche im menschlichen Leben (wie im Tarot der Wagen). Sie ist die Zahl der magischen Kräfte. Körper (4) und Geist (3) werden vereint und bilden so die kosmische Ganzheit. Es gibt sieben Chakras, sieben innere Planeten aber auch sieben Plagen. Der Körper regeneriert alle sieben Jahre seine Zellen. Mit der Sieben beginnt der Bereich der Höheren Zahlen. Die Sieben ist die Schwelle zur Anderswelt und Saturn ist der Hüter dieser Schwelle. Die Sieben ist das Symbol der Planeten aber auch der sieben Plagen.“

 (weiter)

was war, ist und wird

Poesie — geschrieben von findevogel am 7 Jul, 2007 @ 12:55


hin zum licht öffnen sich versiegelte türen
plötzlich - wie von geisterhand
höher schraubt sich die helle spirale
einer schlange gleich
die sich häutet von zeit zu zeit
gebiert sich stufe um stufe ein neues Ich
aus feinem stoff genäht
silberfäden und gold zeichnen zierliche konturen
in den untergrund
schaffen tiefe und erden wurzeln


zwischendurch gedacht 27

Gedankenstückwerk, Zwischenmenschliches — geschrieben von findevogel am 6 Jul, 2007 @ 23:47
Im Grunde denken wir uns die Welt, und während wir versuchen sie tastend zu erfassen und den Gedanken, Gefühlen und Wahrnehmungen Worte zu verleihen, verdichtet und verwebt sich alles, und die Welt, wie wir sie auf diese Weise erfassen, wird existent.

So hat jede Art von gedanklicher Spielerei ihre Berechtigung und ihren Sinn; ihr Licht und auch den Schatten. Wer vermag da zu urteilen, was richtig und was falsch ist.
Beispiel: Wenn ich innerlich davon überzeugt bin, dass ich es nicht wert bin oder nicht verdient habe, gemocht zu werden, dann mache ich es den Menschen unbewusst schwer, mich gern zu haben. Einerseits bin ich enttäuscht, weil sich immer wider das gleiche Spiel abspult auf der anderen Seite befriedigt, denn es bestätigt sich ja, was ich denke.


ElfenRot

Poesie — geschrieben von findevogel am 5 Jul, 2007 @ 23:41
Hilfe
Ich blute
rief das Rot
und tropfte auf Weiß

(v)erblassend


Imaginäre Briefe 23

Imaginäre Briefe — geschrieben von findevogel am 4 Jul, 2007 @ 23:19
Hallo, mein lieber Traumtänzer,

ich bin noch ganz aus dem Häuschen, und weiß gar nicht, wo ich mit dem Erzählen beginnen soll.
Eigentlich war ich ja unterwegs zu deiner Insel. Die Herzkirschen sind reif. Aber nun - nein es tut mir nicht Leid - muss ich meine Pläne ändern. Ich bin engagiert und ziehe mit der Akrobatengruppe des "cirque de soleil" Richtung Frankreich und über die Pyrenäen nach Spanien und Portugal. Sie sahen mich auf dem Seil, waren begeistert und sprachen gleich nach der Aufführung mit mir. Wir wurden schnell handelseinig. Es ist eine große Chance für mich, und die Rahmenbedingungen sind gut. Mein Glück ist, dass die bisherige Seiltänzerin ein Kind bekommt. Wir sind schon unterwegs Richtung Süden. Ich wohne zusammen mit der Kleintier-Dompteurin Susanna in einem himmelblauen Zirkuswagen. Ich kann es noch nicht fassen.
Und ich habe mich verliebt. Mein Herz flattert. Er heißt Antonio, ist Mitglied der Gruppe, und ich traue mich noch nicht, ihm näher zu kommen: ein schöner Mann groß, muskulös und gut gebaut mit tiefer volltönender Stimme. Er trägt die glatten dunklen Haare lang. Das Schönste an ihm aber sind die Augen. Ich könnte hineinfallen und darin versinken. Morgen trainieren wir zusammen. Vor Aufregung kann ich gar nicht einschlafen. Susanna fragte mich schon, ob ich immer so unruhig sei.
Jetzt trinken wir noch eine Flasche "Cotes du Rhone" schließlich müssen wir Einstand feiern. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, unterwegs zu sein mit einer Gruppe von Menschen. Es behagt mir, denn hier herrscht eine gute Atmosphäre und ich fühle mich gleichwertig. Ja,ja, - ich weiß - im Augenblick erscheint die Welt mir rosarot, trotz des anhaltenden Regens.
Ein Abenteuer beginnt. Bald mehr von der glücklichen Aurora


In den Hügeln grünt es

Poesie — geschrieben von findevogel am 4 Jul, 2007 @ 10:40


Zwischen Nebelfetzen
ein Schlängeln und Winden.
Höher schraubt sich
kaum sichtbar
der vermooste Weg,
glitschig vom Regen:
Ziegenpfade - Kräuterschneisen
von fern ein Glöckchen!
Wo führt es hin?
Über Wurzeln und Steine gestolpert
drohen zerklüftete Gründe.
Ein plötzliches Nichts
jenseits der Baumgrenze
und immer
scheint der Gipfel schon nah.


Lichter in der Nacht

Poesie — geschrieben von findevogel am 3 Jul, 2007 @ 11:03
es schweben Lichter
übers stille Wasser
und leiten Seelen sanft
in ungeahnte Weiten
kein Sturm
wird Flammen löschen
nur warmer Wind
lässt Dochte zittern

und wär ich selbst
in einer Sommernacht
das Licht

für diesen Augenblick
bewegter Stimmigkeit
würd ich mich gern verzehren


elfchenfenster 3

Poesie, Magisches Blau — geschrieben von findevogel am 3 Jul, 2007 @ 00:05
elfchenfenster 3


Gestern Abend im Mediapark...Fortsetzung!

kurz notiert! — geschrieben von findevogel am 2 Jul, 2007 @ 23:01
bin heute nicht in Erzähllaune - meine Gedanken laufen mir davon. Deshalb ein Artikel von heute aus dem Kölner Stadtanzeiger:

Punktlandung für elf Engel

VON NORBERT RAMME, 01.07.07, 20:45h

Akteure des „Circo da Madruga“ seilen sich aus großen Höhen in den Mediapark ab.


Artikel mailen
Druckfassung
"Akteure des „Circo da Madruga“ seilen sich aus großen Höhen in den Mediapark ab.Punktlandung für elf Engel im Mediapark: Zum Beifall Tausender Zuschauer rauschten weiß gekleidete und ebenso geschminkte Akteure des „Circo da Madrugda“ an Drahtseilen von den umliegenden Dächern auf eine spinnenartige Stahlkonstruktion zu. Einer startete gar vom knapp 150 Meter hohen Köln-Turm, um dann mitten über dem Mediapark zu stoppen, Konfetti und weiße Federn auf das staunende Volk herabzuwerfen und sich langsam Richtung Boden abzuseilen.
Als wohl größtes Spektakel der Reihe „Sommer Köln“ erzählte Regisseur Pierrot Bidon - war schon vor fünf Jahren mit dem „Circus Baobab“ in Köln dabei - mit einem guten Dutzend Artisten aus Frankreich und Brasilien eine alte Legende aus den Regenwäldern rund um den Amazonas. Demnach landen alle 500 Jahre elf Engel auf der Erde, um eine Nacht menschliche Freuden zu teilen. Köln als Landeplatz ausgesucht haben so bei ihrer Deutschland-Premiere die Erzengel Gabriel und Michael, aber auch Satan als König der Lüfte, der römische Gott Amor und die Mondgöttin als Königin der Nacht. In der achtarmigen, aufwändig beleuchteten Stahlkuppel wird zu Trommelrhythmen und Sambaklängen getanzt, gesungen („I believe I can fly“ mit deutlich hörbarem französischem Akzent) und gefeiert. Die Artisten jonglieren mit Keulen, spucken Feuer und zeigen ihre Künste an Seilen und Bungee-Gummis, an Trapezen und Vertikaltüchern. Nach 75 Minuten ist der himmlische Spuk vorbei. Engel und Götter verlassen Köln und den Mediapark: Sie entschwinden unter tosendem Applaus wieder in verschiedene Himmelsrichtungen."


Gestern Abend im Mediapark...

kurz notiert! — geschrieben von findevogel am 2 Jul, 2007 @ 13:00
...sah ich die Engel fallen, fliegen und schweben.

Circo da Madrugada "Tombès du ciel"
das Highlight des Kölner Sommers

Es war atemberaubend und ein Erlebnis für alle Sinne. Später mehr!


Powered by kulando