Engel der Finsternis
Seit Ewigkeiten wachst du mineralisch fest
am Grunde der kühlen Grotte.
Wer kam und ging in all der Zeit?
Im Gestein verbirgt sich dein weiser Blick
aus Flügeln blutet Lebenswasser,
lässt Schönheit wachsen für zukünftige Zeit
Dein Urzeitzeitalter lehrt Staunen
lässt jenseits vom irdischen Dingen
grenzenlos blaue Sphären ahnen
Ein durchscheinendes Kleid
schwingt wie im Tanz - erstarrt
zum stummen Klang von Orgelpfeifen
Bote großmächtiger Götter scheinst du
die abseits vom menschlichen Streben
eisern den Zeitenfluss lenken
Zeit
ohne Grenzen
es liegt ein tiefes Grau
über der große Stadt
zwischen den Wolken
tupft Regen Tropfen
auf Stirn, Nase und Hände
vom Nass kosten die Lippen
ein Nachgeschmack von Tränen
liegt auf der Zunge
wenn Füße über Moos stapfen
denke ich an warmes Rot
und schreite zurück
schiebe den Riegel zur Seite
betrete einen Raum:
hinter hohen Fenstern
wachsen Pinien und Thymian
auf rötlichbraunen Steinen
im terracottafarbenen Gebirge
liegt südliches Licht
ich pflücke Rosmarin
zerreibe ihn zwischen den Fingern
eine Eidechse huscht verschreckt
in die mörtellosen Fugen
während Zikaden zirpen
verdunstet der Regen
farbiges Licht verbindet die Zeiten
am scheckigem abendhimmel
er glich einem menschen
mit kahlem schädel
das ovale gesicht
von trauer gezeichnet
und schmerz
wolkenkissen unter dem haupt
schlaflos
ohne sterne die nacht
wie animus
der seine anima
im schatten verlor
aber bald schon
wird er wieder glänzen
in voller pracht
wer sucht, der findet
nichts geht verloren
zwischen nächtlichen schatten
wenn wind und sonne auf dem wasser spielen
und wiegende wellen in sanfte träume leiten
wenn schaumkronen
wie kleine boote licht tragen
dann möchte ich den horizont umarmen
und mit wolken ans ende der welt tanzen
seit
wochen liegt sie auf meinem schreibtisch. ich habe sie immer im blick.
seit wochen will ich über das bild schreiben. die postkarte schenkte
mir im frühling meine tochter für meinen kartenfundus, ach nein, es war
anders: ich tauschte mit ihr: sie bekam lavendelfelder in der provence
und ich die ostsee.
das bild ist sanft. im vordergrund leuchtet ein rapsfeld. es bedeckt
zwei drittel des bildes und zeichnet eine schräge linie von links unten
mitte bis oben rechts obere mitte.
links grenzt ein grüner acker an das sonnige gelb und etwas weiter oben
in einer bucht, hat ein segelboot angelegt. ein anderes schwimmt auf
dem wasser in der mitte des bildes.
wo das rapsfeld in grün übergeht, steht eine weide in blüte. und im
oberen drittel der karte reicht das meer mit gekräuselten wellen und
kleinen schaumkronen bis zum horizont. das tiefe graublau der ostsee
hebt sich vom blassblau des frühlingshimmels ab.
immer wenn ich diese postkarte anschaue, werde ich ruhig und für einen
augenblick erinnere ich den besonderen geruch der lieblichen ostsee und
denke an meine erste begegnung mit dem meer. als ich dreizehn war,
machte ich urlaub im ferienlager: halbinsel priwall bei travemünde.
Das Geheimnis der Dualseelen, Seelengefährten und Seelengeschwister von Sandra Ruzischka
Gestern Abend zu lesen begonnen, heute schon fast durch.
Ich besitze schon einige Bücher zu diesem Thema . Dieses ist
ansprechend, sachlich, plausibel und kommt ohne die versüßlichten
Begrifflichkeiten aus, die oft in esoterischen Kontexten und deren
Publikationen zu finden sind:
interessant, sachlich, informativ.
Im 1. Teil geht es um Grundlegendes über die Seele, der 2. Teil
handelt von den seelischen Beziehungen und im 3.Teil geht es um
Methoden zur Klärung und Selbsthilfe bei Problemen mit seelischen
Beziehungen (spirituelle Übungen, Visualisierung, Meditation,
Erdungsübungen)
Schön auch: im Anhang Gedichte und Lieder, die sich mit dem Dual/Zwillingsseelenthema befassen, ein Glossar, in dem esoterische Begriffe erklärt werden, weiterführende Informationen: Literatur, Musikvorschläge, Adressen über Workshops zum Thema Dualseele, Reiki und Aurareadings (weiter)
Sanft gebettet
ruh ich auf Wolkenkissen
es duftet betörend und frisch
nach Lavendel und Rosen
Über mir ein Dach
blau, wie das Firmament
Mond und Sterne
blinzeln mir zu
Leg dich nieder Schwester
ruhe eine Weile
Hörst du den Wind
im sonnenberührten Schilf
Wie ein Musikant streicht er
über das schillernde Grün
als sei es eine Harfe
hörst du den sanften Klang
Lass uns die Zeit vergessen
und für eine Weile ruh´ n
das Mahl war gut
heimwärts wird der Fluss uns tragen
(weiter)
Ich
habe eben in alten Mails gestöbert und nach schönen Erinnerungen, die mich
aufbauen können gesucht. Dabei fand ich eine Beschreibung über die Provence,
die ich einem Freund vor fast genau drei Jahren schickte:
Wenn ich
Lavendel höre, erinnere ich mich an die Provence, an die weiten blauen Flächen
und an diesen Duft, der wie eine Dunstglocke über der Landschaft liegt, auch
wenn der Lavendel schon abgeerntet ist, an die alten Olivenbäume, unter denen
roter Mohn wuchert, von denen jeder mir als eine skurrile Gestalt erschien, die
eine eigene Geschichte erzählt. Die alten Weinstöcke wirkten ähnlich magisch
auf mich. Die Provence mit ihren abgelegenen Dörfern, den schroffen Berghängen
mit der Wildkräuterfülle und die Fruchtbarkeit ihrer Täler, die überbordenden
Märkte mit ihren verheißungsvollen Gerüchen und die Brunnen unter alten
Platanen. Alte Menschen saßen dort miteinander redend im Schatten. Alte
Kirchen, Ruinen und Klöster, geheimnisvolle stille Plätze, und über allem diese
Geschichtsträchtigkeit.
Die Provence gleicht meiner Seelenlandschaft. Ich habe auch die andere Seite
gesehen, die Kargheit, die überlauten Städte und den Reklamerummel, die
Überbleibsel der Wegwerfgesellschaft und die tristen Vorstädte.
Trotzdem, eine Leichtigkeit und die Freude am Sein, wo habe ich sie je stärker
empfunden?
Ich war schon lange nicht mehr dort, denn im Hochsommer ist es mir zu überfüllt
und zu heiß.
Ich halte einen kleinen Bildband in der Hand „Das Fest der Sinne“.
Wunderschöne Mohn- und Lavendelbilder sind darin und poetische Zeilen dazu,
z.B.:
„Das Geheimnis des Lebens liegt in der Suche nach Schönheit“ Oscar Wilde
„Die schönsten Augenblicke behalte in Erinnerung. Sie sind der Zauber des
Alltags.“
Marthe-Marie Brügge
„Poesie ist wie ein Duft, der sich verflüchtigt und dabei in unserer Seele
die Essenz der Schönheit zurücklässt.“ Jean Paul
(weiter)
und lande sanft auf
katzenpfoten
vor einer weißen tür
die ohne schloss und riegel ist
in den gedanken
trennt von dir mich nur
ein langer flur aus licht:
ich trete ein und spüre ROT
bin ganz umfangen von der Glut
und spring durchs feuer
in ORANGEne hallen
wo zart
die windbewegten schleier duften
wenn im GELB
die Sonne pur
auf goldenen weizenähren ruht
wird bald es GRÜN
und flora schenkt mir maienpracht
als schmuck für deine räume
wenn indisch BLAU
auf meinen Wegen fließt
pflück´eine sternenblume
und schneid vom himmel
mir ein stück
als hülle für die seele
in VIOLETTen Räumen
denk ich an flieder
und lavendelfelder
nah der ruinen einer
längst verfall´nen stadt
im füllhorn trag´ich alle farben
und steh nun atemlos
vor deiner weißen tür
sie öffnet sich von geisterhand
ich nehm die schwelle ohne furcht
und
du bist da im lichten raum
mehr als nur ein traum
der morgen schon vergessen ist
singt nicht in sommerstimmen schon
der späten stunde herbst ?
das knistern bunter blätter
fallend
und eis auf kahlen zweigen
klirrend
ein hauch von frost
weht über die sekunden
rau, zerbrechlich
überzarte töne
es geht ein atmen durch die welt
und leises weinen hinter wolkenbänken
lässt innehalten und verweilen
wohl trauert schon des sommers reife
um zeit und raum und frühlingstage
und du und ich wie lange noch?
der blauen stunde sternenzauber
und rosenduft verträumter tage
zwischen alten bildern lächelt sanft
ein engelchen aus glanzpapier
erinnerst du dich noch?
ich bin wohlig müde und satt
von seiner pracht
auf feuchter haut
liegt noch das fächeln des windes, zärtlich - warm
und dieser duft nach grün und blatt und reife
und ruht noch das licht
flirrt letzte sonnenpunkte
aus grünbelaubten bäumen
ich sehe blau
und wolkenschiffe, die segel setzen
eine ganze flotte in voller takelage
schwer beladen gen süden ziehen
nehmt meine sorgen mit - heute
in päckchen gepackt und versteckt
zwischen weihrauch, myrrhe und gold
fliegt zu den wüstenkarawanen
ich träumte in der sommernacht:
von blaugewandeten tuaregs
der saharawind bläst heiß
aber die nacht ist kalt
und die Sterne so groß und fern
gen morgen warten oasen
wo bist du, dessen seele ich liebe
wenn der tag erwacht
ich nektar koste
aus zwillingspokalen
und unter palmen tanze
was
wenn zwischen den Grenzen der Worte
nicht nur Bilder, Düfte, Farben ruhen
sondern dem Dazwischen Energie entströmt
und wie ein Gas sich ausbreitet
wenn gerade das Unsichtbare Fuß fasst
in den Gedanken dessen, der hört, liest und sieht
sich einhakt, hängenbleibt
sind dann Worte nur schützende Gefäße
für das Unaussprechliche, nie Gewagte, Geheime
das zu Findende, der Schlüssel
und Urnen
für begrabene Träume
oder Tabernakel
für das Allerheiligste in uns
Lieben Sie Regen?
Der Sommer kann sich nicht entscheiden
wäre wohl lieber ein Winter geworden:
Vor dem Haus in dem Vorort hinter den S-Bahngleisen
ist der Kirschbaum längst abgeerntet
Unter einer Plastikhülle versteckt sich der Sonnenschirm.
Der alte Mann mit dem langen weißen Haar
sitzt heute nicht mit seiner Zeitung vor der Tür
und schon vermisse ich ihn
auf meinen sich wiederholenden Wegen
Und frage mich....
(weiter)
wenn
veränderung wirkt
und die spannung weicht
zwischen worten und sätzen
nicht mehr irrlichte boten sind
sondern kleine engel und zierliche elfen
und der wind nur noch flüstert
wächst ein lächeln in den bäumen
breitet sich aus
über den stamm in die zweige
verästelt
von herzblatt zu herzblatt
und in der stille des augenblicks
spürst du etwas wie glück
in dir fließen
bis tief in die wurzeln hinein
wie ein seichter strom
der langsam
und gemächlich dem meer zuströmt

Sind sie nicht süß, unsere vier Schönheiten?
(weiter)
es
war noch früh
nicht dunkel
als meine lippen warm
die deinen küssten
und wir uns geborgen
in den armen lagen
du sagtest:
"es ist schon finster"
plötzlich
zwischen den spättagen
ein sprödes vollmondlächeln
und immer wind
den deine stimme schickt
der über haut streicht
wie eine feder
in augen lese ich nie
schwimme nur wie ein fisch
in liebenden blicken
als seien es stille seen:
es sind die zwischenräume
in geschliffenen sätzen
aus denen es sickert
überbordend - blutend
als würde die seele ausgehaucht
und scharfe schatten
wie schartige haken
dahinter
die frösteln machen
nicht die sommernacht
mit sternenlicht
und balsamischen düften
lässt mich schaudern
es sind die irrlichte
die als boten kommen
umschließt das Leben eine dichte Hecke
im Geäst eine Lücke
zum Hinausschauen und Träumen
fern winkt blau das Meer
wie gern möchtest du fliegen
mit den Winden gen Westen
weit über den Heckenrand hinaus
den Möwen folgen
die am Himmel schwarze Zeichen malen
und mit klagenden Rufen
der Sehnsucht Ausdruck verleihen
Aber
du musst noch warten
die gestutzten Flügel tragen nicht
sie werden wachsen
deine Wünsche verdichten
und dich überall hin fliegen
Bald!
@ngie 2003
Guten Abend Flores,
du kennst Leander? Was verbindet dich mit ihm? Durch Zufall fiel der Brief an
ihn in meine Hände. Ich stehe vor einem Rätsel. Leander ist ein Reisender durch
Raum und Zeit. Er trägt zwei Gesichter. Einst bezeichnete ich ihn als meinen Sohn.
Wir waren vertraut miteinander wie Bruder und Schwester. Er erzählte mir von
der inneren Unruhe, die ihn von Zeit zu Zeit überfällt und weiter treibt. Im
Augenblick jongliert er mit Worten und tingelt durch die Hinterhoflandschaften
überfüllter Städte. Ja, er hat etwas Verzehrendes an sich, so als sei er eine
Kerze, die an zwei Enden brennt, aber er reißt Menschen mit, begeistert sie.
Seine Augen sprühen Funken und er erobert Herzen im Flug. Seine lästernden
Lippen spotten gern. Immer sind viele Menschen um ihn herum. Alle paar Monate
besucht er mich, denn ich bin sein Hafen und für eine Weile findet er Ruhe. Ein
Mädchen - Claire - fragte nach ihm. Ich glaube, sie traf ihn auf einem
Rastplatz an der Autobahn nach Paris. Ab und zu lade ich Claire in meine
Rosenlaube ein, und wir erzählen einen Tag lang, bis die Nacht herein bricht.
Sie sucht ihre beste Freundin Marie, die eines Tages aufgebrochen ist, um die
Liebe ihres Lebens zu suchen. Sie verschwand im Dunst eines Spätsommermorgens
und hinterließ keine Spuren. Claire formulierte es einmal so: "Marie wurde
von der Zeit verschluckt und verirrte sich in ihren inneren Räumen. Claire ist
eine ungewöhnliche Frau, hat Visionen, Gesichte und Eingebungen und hält viel
von den Träumen. Immer noch hofft sie, Marie zu erreichen und aus ihren inneren
Abgründen zu retten.
Sag mir Flores, warum diese Menschen - Leander, Marie, Claire - so rast-und
ruhelos sind? Was lässt den einen Teil der Menschen verweilen und den anderen
eilen? Manchmal verstehe ich diese Zeit nicht.
Herzlich, Bela von Rosenhaag
Ich wünschte mir für diesen
besonderen Tag in einem Jahr, in dem die Sieben für mich von
besonderer Bedeutung ist, dass es ein gelungener, ein unvergesslicher Tag wird.
Immerhin hat er schon damit begonnen, dass etwas geschah, was ich mir heimlich
gewünscht habe.
Im Internet gefunden:
“Die sieben ist das Bewegliche im menschlichen Leben (wie im Tarot der Wagen).
Sie ist die Zahl der magischen Kräfte. Körper (4) und Geist (3) werden vereint
und bilden so die kosmische Ganzheit. Es gibt sieben Chakras, sieben innere
Planeten aber auch sieben Plagen. Der Körper regeneriert alle sieben Jahre
seine Zellen. Mit der Sieben beginnt der Bereich der Höheren Zahlen. Die Sieben
ist die Schwelle zur Anderswelt und Saturn ist der Hüter dieser Schwelle. Die
Sieben ist das Symbol der Planeten aber auch der sieben Plagen.“
(weiter)
hin zum licht öffnen sich versiegelte türen
plötzlich - wie von geisterhand
höher schraubt sich die helle spirale
einer schlange gleich
die sich häutet von zeit zu zeit
gebiert sich stufe um stufe ein neues Ich
aus feinem stoff genäht
silberfäden und gold zeichnen zierliche konturen
in den untergrund
schaffen tiefe und erden wurzeln
Im Grunde denken wir uns die
Welt, und während wir versuchen sie tastend zu erfassen und den Gedanken,
Gefühlen und Wahrnehmungen Worte zu verleihen, verdichtet und verwebt sich
alles, und die Welt, wie wir sie auf diese Weise erfassen, wird existent.
So hat jede Art von gedanklicher Spielerei ihre Berechtigung und ihren Sinn;
ihr Licht und auch den Schatten. Wer vermag da zu urteilen, was richtig und was
falsch ist.
Beispiel: Wenn ich innerlich davon überzeugt bin, dass ich es nicht wert
bin oder nicht verdient habe, gemocht zu werden, dann mache ich es den Menschen
unbewusst schwer, mich gern zu haben. Einerseits bin ich enttäuscht, weil sich
immer wider das gleiche Spiel abspult auf der anderen Seite befriedigt, denn es
bestätigt sich ja, was ich denke.
Hilfe
Ich blute
rief das Rot
und tropfte auf Weiß
(v)erblassend
Hallo, mein lieber Traumtänzer,
ich bin noch ganz aus dem Häuschen, und weiß gar nicht, wo ich mit dem Erzählen beginnen soll.
Eigentlich war ich ja unterwegs zu deiner Insel. Die Herzkirschen sind
reif. Aber nun - nein es tut mir nicht Leid - muss ich meine Pläne
ändern. Ich bin engagiert und ziehe mit der Akrobatengruppe des "cirque
de soleil" Richtung Frankreich und über die Pyrenäen nach Spanien und
Portugal. Sie sahen mich auf dem Seil, waren begeistert und sprachen
gleich nach der Aufführung mit mir. Wir wurden schnell handelseinig. Es
ist eine große Chance für mich, und die Rahmenbedingungen sind gut.
Mein Glück ist, dass die bisherige Seiltänzerin ein Kind bekommt. Wir
sind schon unterwegs Richtung Süden. Ich wohne zusammen mit der
Kleintier-Dompteurin Susanna in einem himmelblauen Zirkuswagen. Ich
kann es noch nicht fassen.
Und ich habe mich verliebt. Mein Herz flattert. Er heißt Antonio, ist
Mitglied der Gruppe, und ich traue mich noch nicht, ihm näher zu
kommen: ein schöner Mann groß, muskulös und gut gebaut mit tiefer
volltönender Stimme. Er trägt die glatten dunklen Haare lang. Das
Schönste an ihm aber sind die Augen. Ich könnte hineinfallen und darin
versinken. Morgen trainieren wir zusammen. Vor Aufregung kann ich gar
nicht einschlafen. Susanna fragte mich schon, ob ich immer so unruhig
sei.
Jetzt trinken wir noch eine Flasche "Cotes du Rhone" schließlich müssen
wir Einstand feiern. Es ist ein ganz besonderes Gefühl, unterwegs zu
sein mit einer Gruppe von Menschen. Es behagt mir, denn hier herrscht
eine gute Atmosphäre und ich fühle mich gleichwertig. Ja,ja, - ich weiß
- im Augenblick erscheint die Welt mir rosarot, trotz des anhaltenden
Regens.
Ein Abenteuer beginnt. Bald mehr von der glücklichen Aurora
Zwischen Nebelfetzen
ein Schlängeln und Winden.
Höher schraubt sich
kaum sichtbar
der vermooste Weg,
glitschig vom Regen:
Ziegenpfade - Kräuterschneisen
von fern ein Glöckchen!
Wo führt es hin?
Über Wurzeln und Steine gestolpert
drohen zerklüftete Gründe.
Ein plötzliches Nichts
jenseits der Baumgrenze
und immer
scheint der Gipfel schon nah.
es schweben Lichter
übers stille Wasser
und leiten Seelen sanft
in ungeahnte Weiten
kein Sturm
wird Flammen löschen
nur warmer Wind
lässt Dochte zittern
und wär ich selbst
in einer Sommernacht
das Licht
für diesen Augenblick
bewegter Stimmigkeit
würd ich mich gern verzehren
bin heute nicht in Erzähllaune - meine Gedanken laufen mir davon. Deshalb ein Artikel von heute aus dem Kölner Stadtanzeiger:
Punktlandung für elf Engel
VON NORBERT RAMME, 01.07.07, 20:45h

Akteure des „Circo da Madruga“ seilen sich aus großen Höhen in den Mediapark ab.
Artikel mailen
Druckfassung

"Akteure des „Circo da Madruga“ seilen sich aus großen Höhen in den
Mediapark ab.Punktlandung für elf Engel im Mediapark: Zum Beifall
Tausender Zuschauer rauschten weiß gekleidete und ebenso geschminkte
Akteure des „Circo da Madrugda“ an Drahtseilen von den umliegenden
Dächern auf eine spinnenartige Stahlkonstruktion zu. Einer startete gar
vom knapp 150 Meter hohen Köln-Turm, um dann mitten über dem Mediapark
zu stoppen, Konfetti und weiße Federn auf das staunende Volk
herabzuwerfen und sich langsam Richtung Boden abzuseilen.
Als wohl größtes Spektakel der Reihe „Sommer Köln“ erzählte Regisseur
Pierrot Bidon - war schon vor fünf Jahren mit dem „Circus Baobab“ in
Köln dabei - mit einem guten Dutzend Artisten aus Frankreich und
Brasilien eine alte Legende aus den Regenwäldern rund um den Amazonas.
Demnach landen alle 500 Jahre elf Engel auf der Erde, um eine Nacht
menschliche Freuden zu teilen. Köln als Landeplatz ausgesucht haben so
bei ihrer Deutschland-Premiere die Erzengel Gabriel und Michael, aber
auch Satan als König der Lüfte, der römische Gott Amor und die
Mondgöttin als Königin der Nacht. In der achtarmigen, aufwändig
beleuchteten Stahlkuppel wird zu Trommelrhythmen und Sambaklängen
getanzt, gesungen („I believe I can fly“ mit deutlich hörbarem
französischem Akzent) und gefeiert. Die Artisten jonglieren mit Keulen,
spucken Feuer und zeigen ihre Künste an Seilen und Bungee-Gummis, an
Trapezen und Vertikaltüchern. Nach 75 Minuten ist der himmlische Spuk
vorbei. Engel und Götter verlassen Köln und den Mediapark: Sie
entschwinden unter tosendem Applaus wieder in verschiedene
Himmelsrichtungen."
...sah ich die Engel fallen, fliegen und schweben. 
Circo da Madrugada "Tombès du ciel"
das Highlight des Kölner Sommers
Es war atemberaubend und ein Erlebnis für alle Sinne. Später mehr!